Gran Canaria im Winter – die perfekte Winterzuflucht
Für mich ist der Herbst in Deutschland eine total schöne und gemütliche Saison. Selbst dem Winter in der Weihnachtszeit kann ich noch was abgewinnen. Aber spätestens nach Silvester dürfte für mich der Winter vorbei sein. Mich nerven dann die Zwiebellagen und das nasskalte Wetter und ich sehne mich nach Sonnentrahlen auf der Haut. Geht es dir auch so? Dann ab nach Gran Canaria!
Wetter auf Gran Canaria im Winter
23 Grad, kurze Klamotten, Sonne und ein leichter Wind – das ist mein absolutes Wohlfühltszenario. Diese Bedingungen bekommst du auf Gran Canaria während es im Großteil Europas eher kalt und nass ist. Das liegt daran dass die kanarischen Inseln zwar politisch zu Spanien gehören, geografisch aber neben Afrika liegen.
Wintertemperaturen auf Gran Canaria
Im Winter kannst du auf Gran Canaria tagsüber mit mindestens 19 – 24 °C rechnen – im Süden teils wärmer.
Der Februar ist der wärmste Wintermonat.
Die offiziellen Durchschnittswerte wirken niedriger, aber vor Ort ist es deutlich sonniger und milder.
Im Gebirge kann es aber vorallem Abends auch mal etwas frischer werden.

Die Wassertemperatur liegt je nach Region ungefähr bei 18- 20 °C.
Sonnen- und Regentage im Winter
Wenn es regnet was im Winter durchschnittlich an 2-6 Tagen im Monat vorkommt ist es meist nur kurz und eher im Norden und Gebirge.
Bei meinem Besuch hatte ich keinen einzigen Regentag. Entweder schien die Sonne oder der Himmel war bewölkt, aber immer noch warm.
Nord oder Süd – wo fühlt sich der Winter angenehmer an?
Mich hat überrascht wie unterschiedlich die Insel doch ist.
Der Norden wirkt grün, fruchtbar und vermittelt stellenweise ein fast tropisches Bild.
Der Süden ist dagegen deutlich trockener und landschaftlich karger, da es kaum regnet. Hier liegt auch die berühmte Miniwüste in Maspalomas mit Sand aus der Sahara.

Das Gebirge in der Mitte der Insel bringt je nach Höhenmeter ganz eigene Landschaften und ein frisches Mikroklima mit sich. Hier habe ich am ehesten mal ein Jäckchen gebraucht, während ich sonst überall kurze Sachen tragen konnte.
Viele gehen davon aus, dass der Süden im Winter deutlich wärmer ist und entscheiden sich daher oft für diesen Teil der Insel. Auch wenn das auf dem Papier stimmt war es für mich vor Ort kaum spürbar. An dem einem Tag hatte ich einen wunderschönen Sonnentag im Norden, an dem anderen, Wolkendecke im Süden. Die Temperaturen waren eher tagesabhängig, nicht regionsabhängig.
Ich würde dir empfehlen deine Unterkünfte nicht von minimalen Temperaturunterschieden abhängig zu machen, sondern von dem was du unternehmen oder sehen möchtest.
Mich hat zum Beispiel der Norden kulturell und landschaftlich viel mehr angesprochen und ich war froh dass ich meine Unterkunft dort gewählt hatte. Den Süden habe ich mir dann in Tagestouren angeschaut, was mir völlig reichte.
Finde eine Unterkunft nach deinen Bedürfnissen
Was du im Winter auf Gran Canaria unternehmen kannst
Kultur & Sehenswürdigkeiten
Der Winter auf Gran Canaria bietet dir vorallem mehr Ruhe und weniger Überfüllung. Daher kannst du Museen wie das Kolumbus-Haus oder kulturelle Orte wie die Berghöhlenwohnungen stressfrei besuchen.
Spontan kannst du auch an einer Verköstigung auf einer Bananenplantage* oder Aloe Vera-Farm teilnehmen.

Märkte & Events im Winter
Es gibt tolle Wochen- und Monatsmärkte in den verschiedenen Ortschaften mit lokaler Handwerkskunst oder kulinarischen Spezialitäten. Besonders gut hat mit das Mandelblütenfest mit Markt in Tejeda, einem Bergdorf gefallen. Es ist sehr berühmt und beliebt und findet nur im Winter zur Mandelblüte statt.
Im Januar/Februar gibt es auch den kanarischen Karneval mit tollen Veranstaltungen und Wettbewerben.
Wandern & Natur
Gerade im Winter ist Gran Canaria wegen der angenehmen Temperaturen ein Paradies zum Wandern, die Wege sind gut ausgeschildert und nach Schwierigkeitsstufen markiert. Die Ausblicke und Sonnenuntergänge im Gebirge z.B am Roque Nublo sind sagenhaft.
Entlang vieler Wanderwege liegen wunderschöne Miradores – Aussichtspunkte mit Blick über Schluchten, Täler oder den Atlantik. Gerade im Winter, wenn die Luft klar ist, lohnt sich ein Stopp dort besonders. Viele Miradores sind auch ohne Wanderung erreichbar, falls du lieber gemütlich unterwegs bist.
Wenn du neu ins Wandern einsteigen möchtest, findest du hier Tipps für den Einstieg – perfekt, wenn du auf Gran Canaria deine ersten Wanderwege ausprobieren willst.
Baden im Winter – geht das wirklich?
Da die Wassertemperaturen mild ausfallen (18 – 20°C) kannst du auf Gran Canaria gut ganzjährig baden. Vorallem in Buchten hält sich das wärmere Wasser. Der Hauptbadetourismus findet vorallem im Süden statt. Hier gibt es zum Teil ganze Ortschaften die nur aus Ferienhäusern oder Hotels bestehen.
Aber auch in Palma der Hauptstadt im Norden konnte ich wunderbar am Stadtrand baden gehen. Besonders schön war es in den Sonnenuntergang hinein den Abend am Strand zu verbringen, den Surfkursen* zu zuschauen und dann an der belebten Promenade entlang zu spazieren um den Abend ausklingen zu lassen.

Wie voll und wie teuer ist Gran Canaria im Winter?
Die Nebensaison im Winter hat auch finanzielle Vorteile, so sind Unterkünfte, Flüge* und Mietwägen deutlich günstiger als in der Hauptsaison.
Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch auf Mallorca im Winter gemacht – dort war die Nebensaison ebenfalls angenehm ruhig und deutlich preiswerter.
Weniger Touristen bedeutet außerdem: Tische in beliebten Restaurants sind einfacher zu bekommen. Bei Sehenswürdigkeiten kannst du dich in aller Ruhe umschauen und am Strand ist ausreichend Platz für alle.
Das heißt aber nicht, dass im Winter wenig los ist.
Es gab bei mir nur vereinzelte Orte an denen ich keine anderen Urlauber getroffen habe. Beliebte Instagram- Fotospots waren schnell überlaufen und beim Mandelblütenfest hatte ich Probleme überhaupt einen Parkplatz, selbst in den umliegenden Ortschaften zu finden. In der Hauptsaison stelle ich mir das wirklich extrem stressig vor.
Gran Canaria im Winter: Vor- und Nachteile
Für reine Badeurlauber könnte das Wetter eventuell zu unsicher oder zu kühl sein.
Etwas schade ist, dass es trotz des warmen Klimas ähnlich früh dunkel wird wie in Deutschland im Winter. Wodurch die Tage und auch oft die Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten deutlich kürzer werden.
Tipp: Wenn du mehrere Orte an einem Tag besuchen möchtest checke auf jeden Fall die Öffnungszeiten vorher ab.
Doch die Vorteile der für mich idealen Temperaturen (nicht zu kalt, nicht zu warm), mehr Ruhe, kürzere Wartezeiten (wenn überhaupt) und der finanzielle Aspekt überwiegen für mich auf jeden Fall. Gesundheitlich gesehen ist sogar die geringere UV-Strahlung ein Vorteil.
Fazit für Solo-Reisende
Als Solo-Reisende habe ich mich durchgehend wohlgefühlt. Ich hatte keinerlei unangenehme oder gefährlichen Situationen.
Das Besucherpublikum im Winter besteht viel aus Rentnerpärchen, was ich aber als alleinreisende Frau auch als angenehm empfunden habe. Gerne habe ich mich mit den älteren Damen über mein „Solo-Abenteuer“ unterhalten. Es gibt unheimlich viel Interessantes zu entdecken und die Menschen waren alle sehr freundlich und hilfsbereit.
Mit etwas Farbe auf der Haut, Vitamin D im Körper und vielen tollen neuen Erfahrungen und Eindrücken konnte ich dann auch so noch den Restwinter in Deutschland aushalten.
Mehr zu Gran Canaria, die besten Auflüge, Hoteltipp, Must Sees und mehr findest du bald auf diesem Blog. Melde dich jetzt für den den Newsletter an und erhalte kostenlos das Wander Starter Kit dazu für deine ersten Solo-Wanderungen (vielleicht auf Gran Canaria?).
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