Greenwich Sehenswürdigkeiten – was du in diesem Londoner Stadtteil entdecken kannst
Greenwich gehört zu den Orten in London, die sich perfekt für einen entspannten halben Tag eignen. Besonders, wenn du dem Trubel der Innenstadt kurz entkommen möchtest.
💡 Praktischer Tipp für deine Reiseplanung
Der London City Airport liegt ganz in der Nähe von Greenwich. Wenn du von dort an- oder abreist, kannst du den Stadtteil gut in deinen Reiseplan einbauen und dir zusätzliche Wege durch die Innenstadt sparen.
Mit Apps wie Bounce* und Stasher* kannst du dein Gepäck günstig zwischenlagern und Greenwich entspannt ohne Koffer erkunden.
Im Vergleich zum Zentrum ist es hier wesentlich ruhiger, mit großen grünen Flächen und kleinen, authentischen Geschäften.
Trotzdem musst du in Greenwich nicht auf Sehenswürdigkeiten verzichten.
In einem großen Spaziergang kannst du die spannenden Highlights wie Cutty Sark, das Royal Observatory oder das Queen`s House besuchen und dabei die Aussicht genießen.
Ich habe mir daraus einen einfachen Rundgang zusammengestellt, den du so oder ähnlich übernehmen kannst.
Da sich Öffnungszeiten und Preise ändern können, lohnt sich vor deinem Besuch ein kurzer Blick auf die offizielle Website der Royal Museums Greenwich.
Cutty Sark & Maritime Museum
Die Cutty Sark ist das bekannteste Wahrzeichen in Greenwich und liegt direkt am Ufer der Themse. Daher bietet es sich an, hier den Spaziergang hier zu beginnen.
Die Cutty Sark ist ein historisches Segelschiff und eines der letzten erhaltenen Teeklipper-Schiffe, mit denen früher Tee aus China nach Großbritannien transportiert wurde. Du kannst das Schiff von außen bestaunen oder für einen Eintrittspreis auch von innen besichtigen. Ich habe mich aus Zeitgründen für die kostenlose Variante entschieden und mir das Schiff nur von außen angeschaut. Das hat sich für mich auf jeden Fall schon gelohnt.
Ganz in der Nähe liegt auch das National Maritime Museum. Wenn du dich für maritime Geschichte interessierst, könnte das für dich ein lohnenswerter Abstecher sein. Es ist eines der größten Musseen für Seefahrtsgeschichte weltweit. Aber auch allein schon das Gebäude und der große Park drumherum sind beeindruckend.

Als ich dort war, gab es gerade zusätzlich ein Ausstellung im Park mit großen, künstlerisch gestalteten Globen, die sich mit der Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels auseinandersetzt.
Queen’s House – überraschend ruhig & kostenlos
Mich hatte besonders das Queen’s House interessiert, das von vielen übersehen wird. Es wurde ursprünglich als königliches Lustschloss im 17. Jahrhundert erbaut. Im Laufe der Jahre durchlief es verschiedene Funktionen. Heute kannst du beinem einem Rundgang die ehemaligen Gemächer durchschreiten und dabei die Kunst genießen.
Von außen wirkt das Gebäude erstmal unscheinbar aber Innen erwartet dich eine ruhige und elegante Atmosphäre mit wechselnden Kunstausstellungen.
Das Queen’s House bietet auch innen ruhige und stilvolle Räume.
Ein Porträt von Queen Elizabeth I im National Maritime Museum in Greenwich.
Funfact: Vor dem Bau des Schlosses ging eine wichtige öffentliche Strasse durch den Bauplatz. Um die Strasse nicht zu behindern, baute der Architekt das Erdgeschoss so erhöht, dass es wie eine Art Tunnel fungierte und die Kutschen problemlos darunter durch fahren konnten. Heute ist die Straße leider nicht mehr vorhanden und die „Tunnelenden“ zugebaut.
Der Ausblick aus dem Haus mit dem Blick Richtung Themse wunderschön. Bewusst wurde hier der Flur zwischen dem Old Royal Naval College unbebaut gelassen um den Blick auf die Themse frei zu halten.
Bekannt ist das Queens Haus aber auch vor allem für die „Tulip Staircase“, eine geschwungene verzierte Wendeltreppe, die erste dieser Art in England.
Auch ansonsten wurde im und ums Queen’s House Wert auf Design und Ästhetik und Symmetrie gelegt wodurch sich einige schöne Fotomotive ergeben. Der Eintritt ist kostenlos und ich kann es wirklich empfehlen sich das anzuschauen.
Greenwich Park – Aussicht auf die London Skyline
Der nächste Punkt auf meinen Rundgang war der Greenwich Park. Der Park liegt direkt hinter dem Queen’s House und geht einen Hügel hinauf. Hier läufst du auf dem Weg zum Royal Observatorium durch. Er wurde 1997 sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Die große Grünfläche lädt zum Spazierengehen und Entspannen ein.
Besonders schön ist der Ausblick: Im Vordergrund das Queenshaus, dahinter die Themse und in der Ferne die beindruckende Skyline der Docklands und Canary Wharf.

Diese Aussicht an meinem letzten Tag in London nochmal mitzunehmen war ein tolles Erlebnis.
Der Nullmeridian & das Royal Observatory Greenwich
Auf dem höchsten Punkt des Parks liegt der berühmte Nullmeridian, die Linie, die unsere Erde in die östliche und die westliche Erdhalbkugel teilt, und auf der du mit einem Fuß auf jeder Seite stehen kannst.

Hier befindet sich auch das Royal Observatory Greenwich, das du gegen Eintritt besuchen kannst. Im Observatorium selbst geht es vor allem um Zeitmessung und Navigation.
Der Nullmeridian verläuft durch das Gelände des Observatoriums. Als ich da war konnte ich ihn, ohne Eintritt zu zahlen, nur durch das Tor anschauen. Am Tor befindet sich außerdem eine Darstellung von verschieden Längeneinheiten, die als Referenzmaß für die Öffentlichkeit dienten.

Ich habe mich bei meinem Besuch auf kostenlose Bereiche konzentriert. Wenn du mehrere kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten in London besuchen möchtest, kann sich ein Städtepass lohnen.
Greenwich Market – Essen, Streetfood & kleine Stände
Mein letzter Gang führte mich seitlich des Greenwich Parks wieder runter durch in den Stadtkern mit vielen kleinen Läden, Cafés und Restaurants.
Checke auch unbedingt die kleinen Seitengassen, hier befinden sich zum Teil super süße ruhige Cafes oder Geschäfte.

Im Zentrum liegt auch der Greenwich Market auf dem du neue Artikel, Flohmarktartikel und eine Auswahl an Essensständen mit Streetfood aus aller Welt findest.
Mehr zum Greenwich Market und anderen Londoner Märkten findest du hier 👉 „Flohmärkte & Märkte in London – die schönsten Orte für Vintage, Food & besondere Funde“.
Anfahrt nach Greenwich (Boot vs. Bahn)
Greewich erreichst du am einfachsten mit der Docklands Light Railway (DLR). Die Station „Cutty Sark“ liegt nur wenige Geminuten von den wichtigsten Greenwich Sehenswürdigkeiten entfernt. Auch der Souvenirladen bei dem ich meinen Koffer mit Bounce* zwischengelagert hatte, ist direkt um die Ecke.

Alternativ kannst du auch mit dem Boot über die Themse fahren. Das ist zwar die teuerste Variante, aber auch gleichzeitig ein Erlebnis für sich. Entlang der Themse gibt es mehrere Anlegestellen, je nachdem wo du zusteigst fährst du vielleicht auch unter der berühmten Towerbridge entlang. So siehst du London noch mal aus einer ganz anderen Perspektive. Zum Teil kann es sein dass die Schifffahrt teil eines Städtepass ist, da könntest du also auch nochmal sparen. Wenn du einen Koffer mitnehmen möchtest solltest du das vorab anfragen, da es nicht bei jedem Schiff möglich ist.

Zusätzlich gibt es einen denkmalgeschützten Fußgängertunnel unter der Themse, der Greenwich mit den Docklands/Canary Wharf verbindet. Dieser ist kostenlos. Je nach Gehtempo benötigt du etwa 10 bis 15 Minuten.

Lohnt sich Greenwich als Solo-Ausflug?
Ich habe Greenwich als Zwischenstation auf dem Weg zum Flughafen genutzt. Der Stadtteil befindet sich ganz in der nähe des London City Airport (LCY), was ihn besonders praktisch für An- oder Abreisetag macht.
Durch die Möglichkeit den Koffer abzustellen kannst du hier nochmal das Maximum aus deiner Reise rausholen ohne auf Hilfe von Reisepartnern angewiesen zu sein. Schließlich hat London so viele tolle Highlights sodass die Zeit dort gut genutzt werden muss.
Für mich war es ein entspannter Abschluss meiner Reise und gleichzeitig ist Greenwich auch eine schöne Abwechslung zur oft sehr verkehrsintensiven Innenstadt.
💡 Aussprachetipp
Auch wenn es einen verleitet Greenwich wie „Green“ (Grün) und „Witch“ (Hexe) auszusprechen, sagt man im Englischen „Grenitsch“. Es kommt aus dem altenglischen „grene“ und „wic“. Übersetzt „grüne Siedlung“.
Wenn du mehr zu London als Solo-Reiseziel erfahren willst, schau dir den Artikel an: „London allein entdecken – Warum die britische Hauptstadt perfekt für Solo-Reisende ist„.
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