Flohmärkte & Märkte in London – die schönsten Orte für Vintage, Food & besondere Funde
Einen Ort lernt man oft am besten kennen, wenn man seine Märkte besucht, und davon gibt es in London einige.
Ein Marktbesuch in London ist selten nur ein klassischer Flohmarkt oder Lebensmittelmarkt.
Viele der Vintage Märkte in London sind gleichzeitig Food- und Designmärkte, sodass oft ein ganz eigenes Erlebnis entsteht.
Gerade deshalb lohnt es sich, mehrere Märkte einzuplanen – sie unterscheiden sich stärker, als man zunächst denkt. Während einige eher touristisch und laut sind, wirken andere deutlich entspannter oder haben ihren Fokus auf bestimmte Themen.
Hier habe ich fünf Märkte beschrieben damit du ein Gefühl dafür bekommst, was dich erwarten kann (natürlich gibt es noch viel mehr).
Portobello Road Market
📍 Notting Hill
🕒 Samstag am größten, kleinere Stände auch unter der Woche
🛒 klassischer Flohmarkt, Antiquitäten, Vintage, sehr touristisch
Der Portobello Market, der klassische Flohmarkt in London, ist der einzige Markt in dieser Liste den ich selbst noch nicht besucht habe. Da er aber so bekannt ist, wollte ich ihn nicht auslassen und er steht schon auf meiner To-Do-Liste für meinen nächsten London-Besuch.
Der Markt liegt in dem sehr bekannten Stadtteil Notting Hill, der mit seinen wunderschönen bunten Häusern schon sowieso einen Besuch wert. Auf dem Portobello Road Market kannst du echte Antiquitäten und Flohmarktartikel finden. Samstags gibt es die meisten Stände aber natürlich ist es auch am vollsten. Immer wieder werden auch Promis gesichtet die über den Markt schlendern.
Camden Market

📍 Camden Town
🕒 täglich geöffnet, Wochenende am vollsten
🛒 touristisch, kein Flohmarkt, Streetfood, Popkultur, sehr groß
Der wohl bunteste und vielleicht auch touristischste Markt Londons.
Außer aller Welt kommen Besucher hierher um die wild bunt gestalteten Häuser und die vielen unterschiedlichen Waren anzuschauen.

Hier findest du von besonderen Kleidungsstücken über die neuesten Foodtrends, unterirdische Spielhallen und besondere Andenken alles.
Der Camden Market setzt sich aus verschiedenen Märkten zusammen und befindet sich in Camden Town. Gerade die Film und Popkultur hat hier einen großen Einfluss so findest du hier Stände mit Popmerch wie One-Direction, Taylor Swift und Harry Styles. Von Amy Winehouse die selber in Camden wohnte gibt es eine Statue und eine Bar die von Coyote Ugly inspiriert ist hat regelmäßig Barpersonal auf der Theke tanzen.
Wenn du Hunger bekommst findet sich bei den vielen Essenständen an den Kanälen mit Blick aufs Wasser oder kurz vor den Stables bestimmt für jeden was. In Camden ist auch Streetart sehr beliebt immer wieder findet man hier auch Banksys. Mehr zu Londons Streetart-Szene findest du in diesem Artikel –> Streetart in London: Die 3 besten Orte für Urban Art (inkl. Banksy!)
Spezial Tipp: In den Stables gibt es einen kleinen Laden „To Home From London“. Die Künstlerin bemalt Tassen, Küchentücher etc. mit londontypischen Bildern.
Eine erfrischende Abwechslung zu den typischen London-Andenken die man an jeder Ecke findet. Als ich da war war die Künstlerin selbst vor Ort und hat mich beraten.

Aktuelle Öffnungszeiten, Events und weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website des Camden Market.
Brick Lane Market

📍 Brick Lane, East London
🕒 hauptsächlich Sonntag
🛒 Second-Hand, Vintage, Streetfood, mehrere Märkte, sehr groß
Umgangssprachlich wird der gesamte Bereich um die Brick Lane oft einfach als „Brick Lane Market“ bezeichnet. Tatsächlich ist es aber eine Ansammlung von vielen verschiedenen Märkten und sehr verschachtelt. Du solltest auf jeden Fall genug Zeit einplanen.
In den vielen Second-Hand-Läden in den Nebenstraßen kannst du außergewöhnliche Klamotten wie z.B. Fußballtrikots aus aller Welt und viele verschiedene Burberry-Mäntel zu erschwinglichen Preisen finden (ich war mir unsicher ob tatsächlich alle echt waren). In Hinterhöfen findet man dann wiederum richtige Flohmarktartikel und Antiquitäten. In einer Halle gab es einige Stände mit Upcycling-Projekten.
Um Essen musst du dir hier keine Gedanken machen. Es gibt an jeder Ecke Stände mit den tollsten Speisen. Ich habe mir tibetanische Dumplings und einen Zuckerrohrsaft gegönnt :).
Auch für Streetartliebhaber ist die Gegend wieder ein Paradies. Hier gibt es oft Banksys und Werke von anderen tollen Künstlern. Mehr dazu findest du in meinem Artikel über die Streetart-Szene in London.
Informationen zu den Märkten rund um die Brick Lane z.B. Truman Brewery, findest du auf der offiziellen Website.
Greenwich Market

📍 Greenwich
🕒 täglich geöffnet
🛒 klein, ruhig, Mischung aus Vintage und Neuware
Der Greenwich Market befindet sich in einem überdachten Hinterhof. Es ist relativ klein und ein bisschen versteckt. Lokale Betreiber verkaufen hier z.B. Schmuck, Gartenzubehör und Flohmarktartikel. Auch hier gibt es wieder Streetfood. Besonders ist mir die afrikanische Küche aufgefallen. Mir hat der Markt sehr gut gefallen und es war angenehm ruhig. Ich hab mir hier einige Ohrringe gekauft.

Da der Markt bei meinem Besuch relativ überschaubar war und Greenwich etwas außerhalb des Zentrums liegt, würde ich ihn vor allem dann einplanen, wenn du dir ohnehin Greenwich anschauen möchtest. Tatsächlich hat der Stadtteil direkt an der Themse auch einiges zu bieten.
👉 Mehr dazu findest du in meinem Rundgang durch Greenwich – inklusive Tipps zur Anreise und Reiseplanung.
Die aktuellen Öffnungszeiten und Händler findest du auf der offiziellen Website des Greenwich Market.
Old Spitalfields Market

📍 Spitalfields
🕒 täglich geöffnet
🛒 kleine Labels, Design, Kunst, kein Flohmarkt, überdacht
Spitalfields Market ist überdacht und wirkt erstmal wie eine typische Markthalle.
Das besondere an diesem Markt sind die Stände von Künstlern und kleinen Labels.
Hier kannst du dich richtig inspirieren lassen. Es gibt aber auch einige Großhändler. Die Essensstände hab ich nicht als so besonders und vielseitig empfunden wie auf den anderen Märkten. Wenn du auf Vintage stehst ist dieser Markt nichts für dich aber wenn du auf der Suche nach besonderen Drucken, Einrichtungsgegenständen oder Einzelstücken die es nicht bei H&M und Co gibt könnte dieser Markt dir gefallen. Ich muss aber dazu sagen dass ich einiges als sehr teuer empfunden habe, aber auch nette Gespräche mit den HändlerInnen hatte.
Weitere Informationen und aktuelle Events findest du auf der offiziellen Website des Old Spitalfields Market.
Schnellübersicht: Wann lohnt sich welcher Markt in London?
Klassischer Flohmarkt:
Portobello Road Market
Vintage & Second Hand:
Brick Lane
Streetfood & Erlebnis:
Camden Market
Ruhiger Markt:
Greenwich Market
Design & kleine Labels:
Spitalfields Market
Fazit: Flohmärkte in London als Solo-Reisende
Märkte in London sind ein unkomplizierter Einstieg, um die Stadt alleine zu erkunden. Du kannst einfach losgehen, ohne festen Plan, dich treiben lassen und vielleicht ein ganz besonderes Andenken finden.
Wenn du nur wenig Zeit hast, lohnt es sich, dir einen Markt herauszusuchen, der dich am meisten interessiert. Wenn du mehr Zeit hast, fand ich persönlich vor allem den Camden Market und die Brick Lane besonders sehenswert. Beide sind extrem vielfältig und auf ihre eigene Weise spannend. Einen klassischen Flohmarkt findet man in vielen Städten – aber Camden ist einfach anders. Meine persönliche Camden Markt Erfahrung: Manchmal laut, manchmal etwas zu schrill, aber genau das macht den Reiz aus. Ich bin auf jeden Fall froh ihn erlebt zu haben.
Die Brick Lane hat dagegen einen eher alternativen Vibe. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken, und in den Nebenstraßen warten oft kleine Überraschungen. Hier könnte ich problemlos den ganzen Tag verbringen.
Als Solo-Reisende habe ich die Marktgänge besonders genossen. Ich stöbere gerne und gehe auch nochmal zu einem Stand zurück, wenn mir etwas nicht aus dem Kopf geht – das passt nicht zu jeder Reisebegleitung. Alleine kannst du dir die Zeit nehmen, die du brauchst, und ganz in diese Markt-Welt eintauchen. Mehr Infos zu London als Solo-Reise-Ziel findest du in meinem Artikel London alleine entdecken – warum die britische Hauptstadt perfekt für Solo-Reisende ist.
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